The Motto Says It All –
jQuery vs. MooTools

jQuery vs. MooToolsImmer wieder trudeln Besucher auf der Suche nach der Frage „Welches JavaScript-Framework soll ich denn nehmen“ ein. Dabei habe ich festgestellt, dass ein älterer Beitrag dabei recht weit oben bei Tante Google liegt. Nun ja, ich möchte das allerdings noch einmal aufgreifen und einige Dinge klarstellen, die damals etwas untergegangen sein mögen – auch, weil Aaron Newton mit jQuery vs. MooTools genau dieses fast schon elementare Problem aufgreift und ausführt – sehr sogar, und das ist gut so.

Wähle weise

Als erstes muss man feststellen, dass beide Bibliotheken (ich sage gleich warum) einen grundverschiedenen Ansatz haben, wie Aaron am Beispiel des Mottos ganz klar feststellt.

jQuery wirbt mit folgender Einleitung:

jQuery is a fast and concise JavaScript Library that simplifies HTML document traversing, event handling, animating, and Ajax interactions for rapid web development. jQuery is designed to change the way that you write JavaScript.

Und MooTools macht hiermit auf sich aufmerksam:

MooTools is a compact, modular, Object-Oriented JavaScript framework designed for the intermediate to advanced JavaScript developer. It allows you to write powerful, flexible, and cross-browser code with its elegant, well documented, and coherent API.

Das sagt eigentlich schon alles. jQuery will die Art, wie man JavaScript schreibt ändern. jQuerys Ansatz richtet sich rein auf die Manipulation des DOM, was aber nicht heißt, dass man sich nicht auch austoben kann und echtes JavaScript schreibt. Aaron beschreibt es als Toolkit, also als Baukasten – jQuery macht das DOM zum Experimentierkasten und Spielwiese.
MooTools hingegen betrachtet er als wahres Framework, denn es beschränkt sich nicht nur auf das DOM, es bietet eine wesentlich breitere Flexibilität, was umfangreiche Programmiertechniken erlaubt. Somit wird nicht nur das DOM zum Spielplatz, sondern es macht alle Aspekte von JavaScript zum wesentlichen Element.

Und hier liegt schlicht der Punkt, sich zu entscheiden.
Bin ich der Typ, der nicht vor intensivem Lernen und tieferem Einblick in die Programmierung von „echtem“ JavaScript zurückschreckt? Oder bin ich eher der Typ, der mit relativ einfachem Verhalten umgehen will, um eine Website zu gestalten, also sich des „Baukastens“ bedienen, ohne im extremen Detail verstehen zu müssen, aus was der Baukasten eigentlich besteht?

Letztlich kann das nur jeder selber wissen.

Mein Fazit

Es sollte jeder mit den Werkzeugen arbeiten, die ihn zu seinen Zielen bringen. Einem Maurer nützt ein Hochpräzisionslaser nichts, gleichzeitig kann der Zahnarzt nichts mit einem Schlagbohrer von Black & Decker anfangen (sehr überspitzte Schaubilder, aber …).

Meine persönliche Wahl fiel aus einer gewissen Zahl an Gründen irgendwann auf jQuery. Das heißt in keinster Weise, dass MooTools schlecht ist, im Gegenteil. Es ist eben nur anders.

Hier nochmal der Link zur Kampfarena. Hier beschreibt Aaron im Detail die wesentlichen Unterschiede und Merkmale beider Bibliotheken (aber Achtung, das reicht für einen Nachmittag).

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